Ei, Ei, Ei, was seh‘ ich da? Eggs Benedict freestyle!

Vor einigen Monaten (ich glaube es war irgendwann im Herbst) habe ich sie das erste Mal gegessen: Eggs Benedict. Und zwar im Restaurant Mehl (das übrigens ziemlich tolle Pizzen kreiert) – dort fand ein Popup-Frühstück statt: der Benedict Club. Die Locations: wechselnd, mal hier mal da. Ich weiß gar nicht mehr, wie ich meine Eier hatte, ich glaube mit Lachs. Aber meine Erinnerungen flüstern mir: Sie waren mega lecker.

Seitdem wollte ich die Eggs selbst mal machen. Aber wie das so ist: Man verschläft es immer und immer wieder, hat viel zu tun, keine Zeit, keine Lust, ist gestresst, genervt, eigentlich alles. Ausreden gibt’s ja viele. Aber ich habe mich dann selbst ausgeschimpft. Hat gewirkt.

Aber darüber hinaus bin ich ja auch noch ein kleiner Schisser. Hier der Grund: das Pochieren. Hab‘ ich ja noch nie gemacht. Ich dachte, dass ich das Ei am Ende in kleinen Fetzen aus dem Wasserbad hole – und dann heule. War aber nicht so. Außerdem gibt’s ja Schritt-für-Schritt-Anleitungen für solche komplizierten Vorgänge. Und nur deshalb seid ihr jetzt Zeuge meiner eigenen Eggs Benedict-Kreation. Die ist total unkonventionell.

Ich bin in mich gegangen, hab‘ mich gefragt: Was willste eigentlich? Langweilig und standard? Nö. Ich will etwas Besonderes: Sucuc, Blattspinat, Avocado, Eiweißbrot – und mir meine Hollandaise selbst rühren (ich und Tetrapack? Hahaha!). Aber ich gestehe, mein Arm war nach dem Rührexzess lahm! Dennoch: Die Mühe war es wert. I love, love, love it!

Für zwei Personen brauchst du:

  • 1 Avocado, in Scheiben geschnitten
  • eine halbe Sucuk (türkische, würzig-scharfe Wurst), in Scheiben
  • ein paar Blätter Spinat
  • Parmesan, gerieben (50 Gramm)
  • Kresse, Handvoll
  • 3 Eier (sehr frisch)
  • 120 Gramm Butter
  • den Saft einer viertel Zitrone
  • ein Esslöffel Wasser
  • Salz, Pfeffer
  • Toastbrot, Toastie oder Eiweißbrot
  • 3 EL Essig

Als erstes die Brote vorbereiten. Dafür diese mit Avocadoscheiben belegen, dann Spinatblätter darüber legen und. ungefähr je vier Scheiben Sucuk. Das ist es vorerst. Die Eier kommen zum Schluss.

Machen wir uns an die Hollandaise, die braucht nämlich viel Zeit und genauso viele eurer Nerven. Zerlasst die Butter in einer heissen Pfanne. Sie soll nicht kochen, sondern einfach nur zergehen lassen, sodass sie flüssig ist. Ein Eigelb mit dem Esslöffel Wasser, Salz, Pfeffer und dem Zitronensaft mit einem Schneebesen in einem Topf (oder Schale) über einem Wasserbad schaumig schlagen. Dann den Topf herausnehmen und nun die flüssige Butter teelöffelweise zum Ei geben und weiterschlagen. Beiseite stellen.

Nun geht’s an die Eier. Diese in je einer Tasser aufschlagen. Dann 1,5 Liter Wasser in einem Topf aufkochen. Den Essig ins siedenede Wasser gießen. Es darf nicht sprudeln, weil das Ei sonst auseinander gerissen würde. Das Ei mit der Tasse ins Wasser lassen, Tasse langsam drehen, Ei vorsichtig herauslassen. Das Ei nun drei bis vier Minuten pochieren. Am besten hin und wieder mit einer Schöpfkelle austesten, wie weich es außen ist. Dann vorsichtig herausheben und abtropfen lassen.

Nun die Eier auf die Brote legen. Falls notwendig, die Soße noch einmal aufwärmen. Ansonsten über die Eier gießen, Kresse drauf streuen und den Parmesan als Abschluss über das leckere Frühstück geben.

Lasst es euch schmecken!

Die Entstehungsgeschichte in Bildern:

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